Das Antriebssystem ist das Herzstück einer Tischzentrifuge. Jede Fehlfunktion einer Komponente, wie z. B. des Hochgeschwindigkeitsmotors, der Getrieberäder, der Drehlager oder der Gleitlager, beeinträchtigt den normalen Betrieb des Geräts. Zu den häufigsten Störungen im Antriebssystem einer Tischzentrifuge gehören: ungewöhnliche Geräusche, durchgebrannte Lager und ein Stillstand der Hochgeschwindigkeitswelle. Weitere Störungen sind eine langsame Anstiegsgeschwindigkeit, starke Oszillationen und das Nichterreichen der erforderlichen Drehzahl. Längerer Hochgeschwindigkeitsbetrieb des Motors führt zum Austrocknen des Lagerschmierstoffs, was ungewöhnliche Geräusche und Schwingungen sowie eine instabile Drehzahl zur Folge hat.
Bei längerem Hochgeschwindigkeitsbetrieb einer Tischzentrifuge verschleißen und verkürzen sich die Kohlebürsten, die Druckfedern lockern sich, die Haftung der Kohlebürsten nimmt ab, der Widerstand zwischen den Kohlebürsten und dem Kommutator steigt, und es kommt zu Verunreinigungen durch Kohlenstaub. All diese Faktoren können Funkenbildung verursachen. Ein durchbrennender Kommutator erzeugt ein knallendes Geräusch und beeinträchtigt den normalen Motorbetrieb. Kurzschlüsse, Unterbrechungen und Isolationsschäden in Hochgeschwindigkeitsmotoren führen zu Überhitzung und Startproblemen.
Bei Auftreten einer der oben genannten Störungen muss die Tischzentrifuge sofort zur Reparatur angehalten werden.
Die tägliche Wartung der Tischzentrifuge im Labor umfasst hauptsächlich die Vermeidung von Verunreinigungen der Zentrifugenkammer durch Staub und Öl. Reinigen Sie vor und nach jedem Experiment die Zentrifugenkammer und die Arbeitsfläche mit einem sauberen, weißen Seidentuch, um Fett, Wasserdampf, Probenreste und Verunreinigungen zu entfernen. Öffnen Sie die Tür nur bei Nichtgebrauch, um Verunreinigungen zu vermeiden. Stellen Sie sicher, dass die Dichtungsringe der Tischzentrifuge einwandfrei dichten; tragen Sie nach einer gewissen Nutzungsdauer Vakuumdichtungsfett auf. Ersetzen Sie Dichtungsringe umgehend, wenn diese gealtert, rissig oder an Elastizität verloren haben. Prüfen Sie den einwandfreien Kontakt der Schalter, Knöpfe und Fehleranzeigen am Bedienfeld. Bei Störungen oder Fehlfunktionen während des Betriebs schalten Sie die Zentrifuge sofort zur Reparatur ab.
Zweitens sollten alle internen Systeme der Tischzentrifuge sorgfältig gewartet und jährlich überprüft werden.
Überprüfen Sie verdächtige Teile der Tischzentrifuge und reinigen Sie den Auffangbehälter von Schmutz und Staub. Schalten Sie die Zentrifuge bei längerer Nichtbenutzung regelmäßig ein, um das Ölkühlsystem zu aktivieren und die Leitungen freizuhalten.
Zusätzlich kann es bei längerem Betrieb vorkommen, dass Wasser in die Vakuumpumpe eindringt und sich mit dem Öl vermischt. Öffnen Sie daher bei jeder Wartung das Ablassventil am Boden der Vakuumpumpe, um das Wasser abzulassen. Führen Sie anschließend den Trichter in den Ethylenschlauch am Ablassanschluss ein und füllen Sie Vakuumöl bis zur Markierung am Ölstandsanzeiger nach. Ist das Öl vor dem Ablassen zu verschmutzt oder zu dunkel, lassen Sie es ab und ersetzen Sie es.
Prüfen Sie nach der Wartung, ob der Ethylenschlauch unter der Ölwanne mit Öl gefüllt ist. Eine Ölansammlung deutet auf eine Verstopfung im Ölnebelabscheider hin. Lösen Sie die obere Schraube des Ölnebelabscheiders, entfernen Sie den Deckel, entnehmen Sie das Filterelement und stellen Sie den Vakuumpegel in der Zentrifugenkammer wieder her. Ob der Vakuumpegel zu hoch oder zu niedrig ist, hängt nicht nur von der Funktion der Vakuumpumpe selbst ab, sondern auch von den Dichtungsringen der Instrumententür, den Wellendichtungen und den Rohrdichtungen. Sollten Sie Wasserlecks in der Zentrifuge feststellen, insbesondere an schwer zugänglichen Stellen und Verbindungen, beheben Sie diese umgehend.