Wartung und Pflege von Tischzentrifugen

Technisches Wissen 2026-03-25 13:40:55
Tischzentrifugen sind kompakte Laborgeräte, die mithilfe der Zentrifugalkraft verschiedene Bestandteile von Proben trennen. Sie finden breite Anwendung in der Biomedizin, Chemie, Lebensmittelwissenschaft und anderen Bereichen und eignen sich zur Trennung kleinster Partikel wie Zellen, Proteine ​​und Nukleinsäuren.

I. Tägliche Reinigung und Desinfektion

1. Reinigung nach jedem Gebrauch

Entfernen Sie den Rotor und wischen Sie die Innenkammer, den Rotor und die Zentrifugenröhrchenhülsen mit einem neutralen Reinigungsmittel (z. B. Seifenwasser) und einem weichen Tuch ab. Achten Sie dabei besonders auf die Entfernung von Probenresten.

Trocknen Sie die Metallteile nach der Reinigung gründlich ab, um Oxidation und Korrosion zu vermeiden.

Bei der Trennung starker Säuren/Laugen neutralisieren und reinigen Sie diese sofort mit einer 10%igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung. Nach Kontakt mit pathogenen Proben 30 Minuten lang mit 0,5%iger Peressigsäure begasen.

2. Besondere Fälle

Falls ein Glasröhrchen während der Zentrifugation zerbricht, die Bruchstücke aus der Kammer und der Hülse entfernen. Vaseline auf den oberen Teil der Kammer auftragen, den Rotor einige Minuten laufen lassen, damit die Bruchstücke an der Vaseline haften bleiben, und diese anschließend entfernen.

Nach Gebrauch den Deckel des Kühlgeräts öffnen, Kondenswasser abwischen und an der Luft trocknen lassen.

II. Komponentenprüfung und -austausch

1. Rotorprüfung: Vor jedem Gebrauch sicherstellen, dass der Rotor fest sitzt und keine Lockerungen oder Risse aufweist.

Die Rotoroberfläche regelmäßig auf Kratzer oder Korrosionsnarben ≥ 0,5 mm prüfen. Die Wandstärkenreduzierung der Aluminiumlegierung des Rotors mit einem Dickenmessgerät überprüfen.

Bei Korrosion oder Rissen den Rotor sofort austauschen, um Unfälle bei hohen Drehzahlen zu vermeiden.

2. Prüfung von Dichtungsring und Türverriegelung: Prüfen Sie die Elastizität des Dichtungsrings der Türabdeckung vierteljährlich. Bei einer Dehnung von weniger als 30 % oder Rissen muss dieser umgehend ausgetauscht und mit Silikonfett geschmiert werden.

Stellen Sie sicher, dass die Türverriegelung geschlossen ist, um ein versehentliches Öffnen während des Schleuderns zu verhindern.

3. Prüfung der elektrischen Komponenten: Prüfen Sie vor Inbetriebnahme das Netzkabel auf Beschädigungen oder mögliche Kriechströme. Messen Sie regelmäßig den Erdungswiderstand mit einem Multimeter (sollte ≤ 4 Ω betragen). Achten Sie während des Motorbetriebs auf ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen und tauschen Sie verschlissene Kohlebürsten umgehend aus (empfohlen alle 3000 Stunden). 

III. Schmierung und Wartung

1. Schmierung beweglicher Teile: Tragen Sie Spezialfett (z. B. Beckman 306812) auf bewegliche Teile wie Wellen und Lager auf und drehen Sie diese von Hand, um eine gleichmäßige Schmierung zu gewährleisten.

Bei Kältemaschinen reinigen Sie die Kondensatorlamellen monatlich, um Staub zu entfernen, prüfen Sie den Kompressorölstand und halten Sie den Kältemitteldruck im Standardbereich von 0,4–0,6 MPa.

2. Rotorwartung

Pflegen Sie Rotor, Korb und Buchsen regelmäßig mit Speziallack (z. B. 70104), um Korrosion vorzubeugen.

Fetten Sie bei längerer Nichtbenutzung die Verbindung zwischen Rotor und Drehwelle, um ein Festfressen oder Verbiegen der Antriebswelle zu verhindern.

IV. Sicherheitsvorkehrungen

1. Probenauswuchtung

Wiegen Sie die Probe vor der Zentrifugation genau, um sicherzustellen, dass die Massendifferenz zwischen symmetrischen Positionen ≤ 0,1 g beträgt und dadurch durch Unwucht verursachte Vibrationen vermieden werden. Senken oder heben Sie den Rotor vorsichtig an, um Kollisionen mit der Welle und dem Rotor selbst zu vermeiden.

2. Notfallmaßnahmen

Bei einer Amplitude von mehr als 5 mm oder einem Geräuschpegel von mehr als 85 dB während des Betriebs die Maschine sofort anhalten und auf Unwucht des Rotors oder Lagerschäden prüfen. Lässt sich der Deckel nicht öffnen, kann er manuell geöffnet werden.

V. Umgebungsbedingungen

1. Aufstellungsort

Die Zentrifuge muss auf einer stabilen, ebenen und festen Fläche mit ausreichendem Freiraum um das Gehäuse herum aufgestellt werden, um eine gute Belüftung zu gewährleisten.

Der Arbeitsbereich muss sauber, ordentlich und trocken sein. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen sind zu vermeiden.

2. Langzeitlagerung

Wenn die Zentrifuge längere Zeit nicht benutzt wurde, sollte der Deckel vor der Benutzung für eine gewisse Zeit geöffnet werden, damit der Innenraum trocknen kann.

Während der Nichtbenutzung die Zentrifuge mit einer Plastikabdeckung abdecken und in einem trockenen, gasfreien Raum lagern.

VI. Dokumentation und Verwaltung

1. Wartungsdokumentation

Führen Sie eine elektronische Wartungsdokumentation, in der wichtige Parameter wie Drehzahlabweichung, Rotorverschleiß und Schmierstoffmenge für jede Wartung erfasst werden.

Nutzen Sie ein QR-Code-Etikettenverwaltungssystem, um intelligente Erinnerungen für den Teileaustausch bereitzustellen.

2. Regelmäßige Kalibrierung

Überprüfen Sie die Abweichung zwischen Ist- und Sollwert der Drehzahl mithilfe eines fotoelektrischen Drehzahlmessers (Fehler ≤ ±2 %). Bei Kühlgeräten muss gleichzeitig die Genauigkeit der Temperaturregelung kalibriert werden.

Testen Sie vierteljährlich die Empfindlichkeit der Bedienfeldtasten und tauschen Sie verschlissene Komponenten des Netzkabels aus.

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