I. Bedienung der Zentrifuge
1. Vor der Benutzung einer Zentrifuge müssen die Zentrifugenröhrchen und ihr Inhalt mit einer Waage präzise ausbalanciert werden. Die Gewichtsdifferenz beim Ausbalancieren darf den in der Bedienungsanleitung der Zentrifuge angegebenen Bereich nicht überschreiten. Jeder Zentrifugenrotor hat eine zulässige Gewichtsdifferenz. Es darf keine ungerade Anzahl von Zentrifugenröhrchen in den Rotor eingesetzt werden. Bei nur teilweiser Beladung des Rotors müssen die Zentrifugenröhrchen symmetrisch angeordnet werden, um eine gleichmäßige Lastverteilung um den Rotor zu gewährleisten.
2. Soll die Zentrifugation bei Temperaturen unterhalb der Raumtemperatur durchgeführt werden, muss der Rotor vor Gebrauch im Kühlschrank vorgekühlt oder in die Rotorkammer der Zentrifuge eingesetzt werden.
3. Lassen Sie die Zentrifuge während des Zentrifugierens niemals unbeaufsichtigt. Überprüfen Sie die Zentrifuge regelmäßig auf ihre einwandfreie Funktion. Sollten ungewöhnliche Geräusche auftreten, stoppen Sie die Zentrifuge sofort und beheben Sie das Problem umgehend.
4. Jeder Rotor hat eine maximal zulässige Drehzahl und eine maximale Betriebsdauer. Lesen Sie vor der Verwendung eines Rotors die Bedienungsanleitung und überschreiten Sie niemals die zulässige Drehzahl. Führen Sie für jeden Rotor ein Nutzungsprotokoll mit der gesamten Betriebsdauer. Wird die maximale Betriebsdauer des Rotors überschritten, muss die Drehzahl entsprechend reduziert werden.
5. Beachten Sie beim Einfüllen der Lösungen die spezifischen Bedienungsanleitungen der jeweiligen Zentrifuge. Wählen Sie die geeigneten Zentrifugenröhrchen entsprechend den Eigenschaften und dem Volumen der zu zentrifugierenden Flüssigkeit. Einige Zentrifugenröhrchen haben keinen Verschluss. Um ein Überlaufen der Zentrifuge zu vermeiden, darf die Zentrifuge nicht überfüllt werden. Dies kann zu Unwucht, Rost oder Korrosion des Rotors führen. Bei präparativen Ultrazentrifugen müssen die Zentrifugenröhrchen in der Regel vollständig gefüllt sein, um eine Verformung des oberen Teils der Kunststoffröhrchen während der Zentrifugation zu verhindern. Überprüfen Sie den Rotor nach jedem Gebrauch sorgfältig und reinigen und trocknen Sie ihn umgehend. Der Rotor ist ein kritischer Bestandteil der Zentrifuge und muss vorsichtig behandelt werden, um Kollisionen und Beschädigungen zu vermeiden. Tragen Sie bei längerer Nichtbenutzung des Rotors eine Schutzbeschichtung auf. Verwenden Sie niemals stark verformte, beschädigte oder gealterte Zentrifugenröhrchen.
II. Richtlinien für die Zentrifugennutzung
Sicherheit hat bei der Verwendung einer Zentrifuge oberste Priorität. Unkontrollierte Zentrifugalkräfte können schwere Schäden verursachen. Daher ist es unerlässlich, sicherzustellen, dass die Zentrifugenröhrchen ausgewuchtet sind, die Drehzahl den eingestellten Wert nicht überschreitet und der Rotor frei von Korrosion ist.
Obwohl Zentrifugen einfach und benutzerfreundlich erscheinen und nur geringe technische Kenntnisse erfordern, sind die korrekte Verwendung und Wartung von entscheidender Bedeutung. Fehlfunktionen können zu erheblichen Verzögerungen bei Experimenten führen, wodurch die Verluste den Nutzen bei Weitem übersteigen.
1. Im Vorkühlmodus der Zentrifuge muss der Deckel geschlossen sein. Nach der Zentrifugation sollte der entnommene Rotor umgedreht auf die Laborbank gelegt und eventuell verbliebenes Wasser in der Kammer abgewischt werden. Anschließend kann der Deckel geöffnet werden.
2. Während der Rotorvorkühlung kann der Rotordeckel auf der Zentrifugenplattform oder der Laborbank abgelegt werden. Der Rotordeckel darf sich niemals lösen und auf dem Rotor schwimmen. Andernfalls kann er sich bei versehentlichem Starten der Zentrifuge lösen und einen Unfall verursachen!
3. Nach dem Festziehen des Rotordeckels muss immer mit den Fingern geprüft werden, ob die Verbindung zwischen Rotor und Rotordeckel fest sitzt und keine Spalten vorhanden sind. Falls Spalten vorhanden sind, muss die Verbindung gelöst und erneut festgezogen werden, bis sie vollständig dicht ist, bevor die Zentrifuge gestartet wird.
4. Während des Zentrifugierens darf der Bediener die Zentrifugenkammer nicht verlassen. Im Falle einer Störung darf der Bediener die Stromzufuhr nicht unterbrechen, sondern muss die „Stopp“-Taste drücken. Vor dem Vorkühlen muss ein Nutzungsprotokoll der Zentrifuge ausgefüllt werden.
5. Verwenden Sie keine gefälschten oder minderwertigen Zentrifugenröhrchen. Verwenden Sie keine alten, verformten oder beschädigten Zentrifugenröhrchen.
6. An Feiertagen und nachts muss die letzte Person, die die Zentrifuge benutzt hat, vor Verlassen des Raumes eine routinemäßige Sicherheitsprüfung durchführen.
7. Bei Fehlfunktionen oder Beschädigungen von Teilen während des Gebrauchs wenden Sie sich bitte umgehend an den Hersteller.
III. Tägliche Wartung der Zentrifuge
1. Trennen Sie die Zentrifuge vor dem Betrieb vom Stromnetz und lösen Sie die Bremse. Drehen Sie die Trommel von Hand, um sie auf Blockierungen zu prüfen. Prüfen Sie alle anderen Teile auf festen Sitz oder Beschädigungen. Schließen Sie die Stromversorgung an und starten Sie die Zentrifuge im Uhrzeigersinn (der Anlauf vom Stillstand bis zum Normalbetrieb dauert in der Regel 40–60 Sekunden). Jede Einheit sollte nach Ankunft im Werk üblicherweise ca. 3 Stunden im Leerlauf laufen. Werden keine Auffälligkeiten festgestellt, kann sie in Betrieb genommen werden.
2. Das Material sollte möglichst gleichmäßig verteilt werden. Die Bedienung darf nur von geschultem Personal durchgeführt werden, und der Durchsatz darf den Nenndurchsatz nicht überschreiten.
3. Die Maschenweite des Filtertuchs muss der Größe der Feststoffpartikel im zu trennenden Material entsprechen; andernfalls wird die Trennwirkung beeinträchtigt. Achten Sie beim Einsetzen des Filtertuchs darauf, dass der Dichtungsring im Filtertuch liegt und die Dichtungsnut der Drehtrommel das Eindringen von Material verhindert.
4. Stellen Sie den ordnungsgemäßen Betrieb der Zentrifuge sicher. Schmieren und warten Sie die rotierenden Teile alle 6 Monate und überprüfen Sie die Schmierung der Lager. Kontrollieren Sie den Verschleiß der Bremsvorrichtung und tauschen Sie stark verschlissene Teile aus. Prüfen Sie die Lagerdeckel auf Öllecks.
5. Reinigen Sie die Maschine nach Gebrauch gründlich und halten Sie sie sauber.
6. Verwenden Sie keine nicht korrosionsbeständigen Zentrifugen zur Trennung stark korrosiver Stoffe. Beachten Sie unbedingt die Geräteanforderungen und Betriebsanweisungen. Der Einsatz nicht explosionsgeschützter Zentrifugen in explosionsgefährdeten Bereichen ist strengstens verboten.